Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung

Bei der Immobilienfinanzierung handelt es sich um eine an eine Immobilie (Grundstück, Gebäude) gebundene Darlehnsform. Hier wird ein Kredit aufgenommen für die Finanzierung des Erwerbs, den Bau oder der signifikanten Erweiterung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung, die durch den Kreditnehmer selbst genutzt oder vermietet wird.

Wird die Immobilie zu nicht-gewerblichen, d.h. zu Wohnzwecken durch den Eigentümer oder Mieter, genutzt, spricht man von privater Immobilienfinanzierung – im Gegensatz zur gewerblichen Immobilienfinanzierung von z.B. Bürogebäuden oder Fabrikanlagen.

Private Immobilienfinanzierung ist wichtig

Die private Immobilienfinanzierung stellt sich meist als Mischfinanzierung aus Fremd- und Eigenfinanzierung dar. Der Käufer einer Immobilie wird in der Regel nicht über ausreichende Barreserven, Sparguthaben bzw. Finanzanlagen verfügen, um den Kaufpreis komplett bezahlen zu können. Insofern ist er auf externe Kapitalgeber angewiesen, die ihm zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.

Als externe Kapitalgeber stehen zumeist Banken und Bausparkassen im Direktgeschäft, via Finanzmakler oder auch Internet zur Verfügung. Des Weiteren treten Sonderfinanzinstitute auf, wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landesförderinstitute oder auch Versicherungsgesellschaften.

Die private Immobilienfinanzierung gilt aus Sicht des Kreditgebers als vergleichsweise sichere Kreditform, da der Baukredit bzw. Immobilienkredit zum einen sich zumeist nicht auf den kompletten Kaufpreis der Immobilie bezieht (in der Regel akzeptieren Kreditgeber einen Beleihungswert der Immobilie von maximal 80%, was die Notwendigkeit eines gewissen Eigenfinanzierungsbeitrags des Kreditnehmers mit sich) und zum anderen durch eine Grundschuld oder Hypothek abgesichert ist. Damit hält sich der Kreditgeber im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers das Recht der Verwertung der Immobilie durch Verkauf oder im Extremfall Zwangsversteigerung vor, um schließlich aus dem Verwertungserlös der Immobilie seine Restansprüche gegen den Kreditnehmer befriedigen zu können. Die vergleichsweise höhere Sicherheit des Immobilienkredits schlägt sich auch im Vergleich zum typischen Ratenkredit in den niedrigeren Kreditzinsen nieder. Hier finden Sie weitere Informationen über die Anschlussfinanzierung: Besonders auch für Immobilien interessant.

Typische Form eines Darlehns für private Immobilienfinanzierung ist das Annuitätendarlehen. Hierbei bleibt über die gesamte Kreditlaufzeit der durch den Kreditnehmer in der Regel monatlich zu leistende Rückzahlungsbetrag als Summe von Zinsen und Tilgung konstant. Mit der Aufnahme eines Immobilienkredits hat der Kreditnehmer häufig gegen Zahlung eines gewissen Zinsaufschlags die Möglichkeit, die Zinsbindungsdauer festzuschreiben oder die Tilgung für einen gewissen Zeitraum auszusetzen etc.

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